Hegen und Pflegen

Im Kanton Solothurn ist die Jagd weit mehr als nur das Erlegen von Wild – sie ist ein gesetzlicher Leistungsauftrag mit dem Ziel, die Artenvielfalt zu erhalten und die Lebensräume unserer Wildtiere zu pflegen. Unter dem Begriff „Hege und Pflege“ versteht man dabei eine Vielzahl an Aufgaben, die Jägerinnen und Jäger mit grossem Engagement übernehmen:

  • Bestandsregulierung: Um Wildschäden zu vermeiden und das ökologische Gleichgewicht zu wahren, werden Wildbestände gezielt reguliert.

  • Lebensraumpflege: Jäger setzen sich für die Aufwertung von Biotopen ein, etwa durch das Anlegen von Wildäckern oder Ruhezonen.

  • Tierschutz: Die Bergung verletzter Tiere, Rehkitzrettung und der Einsatz bei Wildunfällen gehören ebenso dazu wie die Bekämpfung von Tierseuchen.

  • Öffentlichkeitsarbeit: Durch Exkursionen, Vorträge und Medienarbeit wird die Bevölkerung für die Bedeutung der Jagd sensibilisiert.

Die Revierjagd Solothurn, als Dachverband der Jägerschaft im Kanton, koordiniert diese Aufgaben und sorgt für eine fundierte Aus- und Weiterbildung. Insgesamt zeigt sich: Hege und Pflege sind zentrale Pfeiler einer verantwortungsvollen und modernen Jagd.

 

Die Jäger erfüllen zuverlässig einen umfangreichen, öffentlichen Leistungsauftrag. Dabei bilden vor allem die in der Jagd-, Tierschutz- und Lebensmittel-Gesetzgebung verankerten Rechte und Pflichten den Rahmen einer verantwortungsvollen und handwerklichen Tätigkeit für Wildtiere und Bevölkerung.

Die Arbeit der lokal gut verankerten Jäger umfasst zahlreiche Aufgaben. Wir sorgen in unserem Kulturraum für einen gesunden, an den verfügbaren Lebensraum angepassten Wildtier-Bestand (Wildhut), retten Rehkitze, bergen verletztes Wild und rücken zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Wildunfällen aus (Tierschutz). Wir minimieren Wildschäden in Feld und Wald und engagieren uns sowohl für die Erhaltung der Biodiversität als auch für die Aufwertung unserer Ökosysteme (Kulturen- und Naturschutz).